Kurzdossiers

Ein Kurzdossier legt komplexe Zusammenhänge aus den Bereichen Zuwanderung, Flucht und Asyl sowie Integration auf einfache und klare Art und Weise dar. Es bietet einen fundierten Einstieg in eine bestimmte Thematik, in dem es den Hintergrund näher beleuchtet und verschiedene Standpunkte wissenschaftlich und kritisch abwägt. Darüber hinaus enthält es Hinweise auf weiterführende Literatur und Internet-Verweise. Dies eröffnet die Möglichkeit, sich eingehender mit der Thematik zu befassen. Unsere Kurzdossiers erscheinen bis zu 6-mal jährlich.

Bisher erschienen

  • Kurzdossier 16: Integration in klaren Zahlen? Ansätze des Integrationsmonitorings in Deutschland
    Von Susanne Worbs

    In der vergangenen Dekade gab es in Deutschland vielfältige Veränderungen auf dem Gebiet der Integrationspolitik. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob und wie sich (Miss-)Erfolge von Integrationspolitik feststellen lassen. Die Entwicklung von sogenannten Integrationsmonitorings, die in den letzten Jahren einen regelrechten Boom in Deutschland erfahren haben, stellt einen solchen Versuch dar. Hierbei werden Stand und Veränderung der Integration von Migranten mit regelmäßig erhobenen statistischen Kenngrößen (Indikatoren) abgebildet.
    Susanne Worbs gibt einen kurzen Überblick über die Entwicklung von Integrationsmonitorings in Deutschland und analysiert Gemeinsamkeiten und Unterschiede ausgewählter Ansätze. Das Kurzdossier macht die Potenziale und Grenzen dieser Ansätze deutlich. (Erschienen 05/2010)
  • Kurzdossier 15: Klimawandel und Migration
    Von Thomas Hummitzsch

    Die Folgen der Erderwärmung setzen bereits jetzt ganze Gesellschaften enormen Belastungen aus, die auch globale Wanderungsprozesse zunehmend beeinflussen werden.
    In diesem Kurzdossier zur klimabedingten Migration werden Gebiete vorgestellt, in denen es am wahrscheinlichsten im Rahmen des Klimawandels zu Migrationen kommen wird. Das Kausalitätsverhältnis zwischen klimabedingten Faktoren und neuen Wanderungsbewegungen sowie die Rechtslage der betroffenen Personen wird diskutiert. (Erschienen 12/2009)
  • Kurzdossier 14: Die doppelte Staatsbürgerschaft. Der Diskurs um ethnische und politische Grenzziehung in Deutschland
    Von Daniel Naujoks

    Diskussionen um die Zulässigkeit der doppelten Staatsbürgerschaft nehmen im gesellschaftlichen Diskurs eine besondere Rolle ein. Neben technischen und praktischen Erwägungen geht es dabei zugleich um Ideen von Staatsbürgerschaft und Einbürgerung als ethnische und politische Grenzziehung, um das Verhältnis zu dauerhaft im Land lebenden Menschen anderer Herkunft und deren Einbindung in das Gesellschaftssystem.
    Das Kurzdossier stellt aktuelle Entwicklungen vor und diskutiert vor diesem Hintergrund kritisch Einwände gegen die doppelte Staatsbürgerschaft. (Erschienen 11/2009)
  • Kurzdossier 13: Arbeitsmigration qualifizierter Frauen
    Von Eleonore Kofman und Parvati Raghuram

    Frauen machen heute fast die Hälfte (49,6 % im Jahr 2005) aller internationalen Migranten aus. Die zunehmende weibliche Arbeitsmigration, d. h. die Migration von Frauen, die auf der Suche nach Beschäftigung internationale Grenzen überqueren, hat das Interesse von Wissenschaftlern, Medien und internationalen sowie nationalen politischen Entscheidungsträgern auf der ganzen Welt geweckt. Diese Aufmerksamkeit hat sich jedoch vorrangig auf Migrantinnen gerichtet, die in Arbeitsmarktbereichen für Niedrigqualifizierte beschäftigt sind und die dort vor allem Tätigkeiten verrichten, die gefährlich, schmutzig und schlecht bezahlt sind. Dieser Fokus ignoriert jedoch die zahlreichen anderen Arbeitsmarktbereiche, in denen Frauen ebenfalls vertreten sind, einschließlich derjenigen, für die hohe Qualifikationen erforderlich sind. Im vorliegenden Kurzdossier wollen wir diese Lücke schließen, indem wir die Präsenz von qualifizierten Migrantinnen in internationalen Migrationsströmen hervorheben. (Erschienen 05/2009)
  • Kurzdossier 12: Wie gesund sind Migranten? Erkenntnisse und Zusammenhänge am Beispiel der Zuwanderer in Deutschland
    Von Oliver Razum und Jacob Spallek

    „Migration macht krank, Migration verbessert die Gesundheitschancen“: Im Spannungsfeld dieses Widerspruchs bewegt sich die aktuelle Diskussion zum Thema „Migration und Gesundheit“. Angesichts der großen Heterogenität der Gruppe der Migranten, einer immer noch unbefriedigenden Datenlage und eines Mangels an theoretischen Modellen zur Gesundheit von Migranten löst sich dieser Widerspruch nur langsam auf. Wir versuchen in diesem Kurzdossier, den aktuellen Stand der Diskussion über den Gesundheitszustand von Migranten und dessen Determinanten abzubilden und Hindernisse bei der Gesundheitsversorgung für Migranten aufzuzeigen. (Erschienen 04/2009)
  • Kurzdossier 11: Netzwerke und ihr Einfluss auf Migrationspolitik
    Von Tim Elrick

    Immer wieder stellen Politiker fest, dass ihre Politikziele im Bereich der Migration nicht oder nur unzulänglich erreicht werden. Wissenschaftler beobachten dieses Phänomen bereits seit drei Jahrzehnten und bezeichnen es als Policy-Gap-Hypothese: Durch die unzureichende Umsetzung von politischen Maßnahmen oder die schwierige Kontrolle von Migrationsbewegungen kommt es zu unbeabsichtigten Folgen in der Migrationspolitik, die sich vor allem auf niedrig qualifizierte Arbeitsmigranten bezieht. Die Gründe finden sich in politischen, wirtschaftlichen und neuerdings vermehrt auch in sozialen Faktoren, bestimmt durch Migrationsnetzwerke. Die Wirkungskraft dieser Migrationsnetzwerke soll in diesem Dossier am Beispiel von rumänischer Migration nach Spanien aufgezeigt werden. Dargestellt wird, wie verschiedene Eigenschaften dieser Netzwerke die beabsichtigten migrationspolitischen Ziele untergraben (Erschienen 10/2008)
  • Kurzdossier 10: Integrationspolitik auf regionaler Ebene in Deutschland
    Von Andreas Damelang und Max Steinhardt

    Seit 2007 liegt ein umfassender bundesweiter Maßnahmenkatalog zur Integration von zugewanderten Personen und deren Nachkommen vor: der „Nationale Integrationsplan“. Da knapp ein Fünftel der ausländischen Bevölkerung in den sechs größten Städten Deutschlands lebt und zudem der städtische Handlungsspielraum bei der Ausgestaltung der Vorgaben des Nationalen Integrationsplans sehr hoch ist, beleuchtet und beschreibt das vorliegende Kurzdossier die verschiedenen Konzepte und Maßnahmen zur Integration ausländischer Mitbürger der sechs größten deutschen Städte: Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt und Stuttgart. (Erschienen 4/2008)
  • Kurzdossier 9: Irreguläre Migration in Europa – Zweifel an der Wirksamkeit der Bekämpfungsstrategien
    Von Dita Vogel und Norbert Cyrus

    Die irreguläre Zuwanderung nach Europa ist in der Bevölkerung und Politik mit vielerlei Ängsten verbunden: dass Staaten die Kontrolle über ihre Grenzen verlieren, dass Sozialsysteme durch unberechtigten Gebrauch überlastet werden, dass einheimische Arbeitnehmer vom Arbeitsmarkt verdrängt werden, und dass die Kriminalität anwächst. Daher gehört die Bekämpfung irregulärer Migration auch zu den Prioritäten der Europäischen Union im Bereich Migrationspolitik.
    In diesem Dossier wird herausgestellt, dass die Europäische Kommission weitreichende Maßnahmen zur Bekämpfung irregulärer Zuwanderung vorschlägt, obwohl Zweifel an der Wirtschaftlichkeit und Effektivität dieser Maßnahmen berechtigt sind. Zunächst wird anhand des aktuellen Forschungsstands ein knapper Überblick über das Phänomen sowie die Politikentwicklung in ausgewählten Mitgliedstaaten gegeben. Vor diesem Hintergrund wird gezeigt, dass Maßnahmen zur Bekämpfung irregulärer Migration in der europäischen Migrationspolitik eine zentrale Rolle spielen. Anschließend wird ein aktueller Richtlinienvorschlag der Europäischen Kommission zur Verschärfung von Arbeitgebersanktionen vorgestellt und exemplarisch aufgezeigt, dass die finanziellen und personellen Investitionen in die Migrationskontrolle ohne ausreichende Informationen über Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit erfolgen. Es besteht ein dringender Bedarf an Evaluation der Migrationskontrolle auf europäischer und nationaler Ebene. (Erschienen: 2/2008)
  • Kurzdossier 8: Fördern Pflicht-Integrationskurse in Westeuropa die Integration von Zuwanderern?
    Von Christian Joppke

    In den letzten Jahren ist der Ruf nach einheitlicheren und effizienteren Integrationsmaßnahmen für Zuwanderer lauter geworden. Als Reaktion darauf haben verschiedene europäische Länder verpflichtende Integrationskurse und –tests für Neuankömmlinge eingeführt. Dieses Kurzdossier zeigt Zusammenhänge zwischen den neuen Maßnahmen zur „zivilen Integration“ in den Niederlanden, in Frankreich und in Deutschland auf und stellt diese den Integrationsmaßnahmen im Vereinigten Königreich gegenüber. Abschließend wird die Wirksamkeit der „zivilen Integration“ hinsichtlich der von ihr gesetzten Ziele diskutiert. (Erschienen: 10/2007)
  • Kurzdossier 7: Abwanderung und Anwerbung von Fachkräften im Gesundheitswesen: Ursachen, Konsequenzen und politische Reaktionen
    Von James Stewart, Darlene Clark und Paul F. Clark

    Überall auf der Welt stecken die Gesundheitssysteme in der Krise. Dieses Kurzdossier stellt zunächst das Ausmaß des weltweiten Fachkräftemangels im Gesundheitssektor sowie einige grundsätzliche Entwicklungen hinsichtlich der Migration von medizinischen Fachkräften dar. Im Anschluss werden die Ursachen und Einflussfaktoren dieser Entwicklung diskutiert, um dann Kosten und Nutzen der Migration dieser Fachkräfte sowohl für die Herkunfts- als auch für die Zielländer zu beleuchten. Abschließend werden einige alternative Strategien aufgezeigt, die sowohl von Herkunfts- als auch von Zielländern eingesetzt werden könnten, um die negativen Folgen in diesem Sektor abzumindern und gleichzeitig Rechte und Bedürfnisse der Hauptbetroffenen – medizinisches Fachpersonal, Industriestaaten und Entwicklungsländer – zum Ausgleich zu bringen. (Erschienen: 8/2007)
  • Kurzdossier 6: Mobilität von Hochqualifizierten: Einflussfaktoren für die Zuwanderung von Nachwuchswissenschaftlern nach Deutschland
    Von Jessica Guth

    In diesem Kurzdossier werden die Einflussfaktoren für die Zuwanderung von Hochqualifizierten nach Deutschland anhand von Untersuchungen unter Nachwuchswissenschaftlern und Doktoranden in den Naturwissenschaften beleuchtet. Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen auf nationaler und EU-Ebene, die die Mobilität von Hochqualifizierten begünstigen sollen, werden auch „Mobilitätsauslöser“ wie zum Beispiel Netzwerke, Mobilität von Studenten und familiäre Zusammenhänge sowie ihre Auswirkung auf die Mgrationsentscheidung untersucht. Das Kurzdossier bietet schließlich Vorschläge an, wie Deutschland in Kenntnis dieser Mobilitätsauslöser die Zuwanderung hochqualifizierter Personen erhöhen könnte. (Erschienen: 2/2007)
  • Kurzdossier 5: Rücküberweisungen - Brückenschlag zwischen Migration und Entwicklung?
    Von Stefanie Hertlein und Florin Vadean

    Mit Rücküberweisung bezeichnet man den Teil des Einkommens, den die Migranten in Form von Geld oder Gütern, vor allem zur Unterstützung ihrer Familien, zurück ins Heimatland schicken.  Der Hauptteil dieser weltweiten zumeist monetären Ströme kommt den Entwicklungsländern zugute. Ziel dieses Kurzdossiers ist die kritische Auseinandersetzung mit Rücküberweisungen in ihrer Bedeutung als Bindeglied zwischen Migrations- und Entwicklungsdebatte. Zunächst werden Formen und Motive der Transfers sowie aktuelle Trends und Daten aufgezeigt. Anschließend wird die Bedeutung von Rücküberweisungen in Bezug auf Armutsbekämpfung, Einkommensverteilung, Ausgabeverhalten, Bildung und Gesundheit, Investitionen und Wachstum diskutiert. In einem weiteren Abschnitt werden die nationalen Zahlungsbilanzen in den Entwicklungsländern erörtert. Im abschließenden Fazit geht es um die Frage, ob Migration und die dadurch generierten Kapitalflüsse zur Triebfeder für Entwicklung werden können. (Erschienen: 9/2006)
  • Kurzdossier 4: Die EU-Osterweiterung und die Arbeitnehmerfreizügigkeit: Sind längere Zugangsbeschränkungen sinnvoll für Deutschland?
    Von Michael Heinen und Anna Pegels

    Am 1. Mai 2004 traten acht mittel- und osteuropäische Staaten der Europäischen Union (EU) bei.  Als Antwort auf die Befürchtungen einiger alter Mitgliedstaaten, dass eine ‚Flutwelle’ billiger Arbeitskräfte aus den neuen Mitgliedstaaten zu höherer Arbeitslosigkeit und sinkenden Löhnen führen würde, führte die EU ‚Übergansregelungen’ ein, die es den Mitgliedstaaten erlauben, die Freizügigkeit der Arbeitnehmer aus den neuen Mitgliedstaaten  für einen Zeitraum von bis zu sieben Jahren einzuschränken.  Nachdem nunmehr zwei Jahre seit der Erweiterung vergangen sind, betrachtet dieses Kurzdossier die Auswirkungen auf die Länder, die sich für eine Öffnung ihrer Arbeitsmärkte entschieden hatten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Vereinigten Königreich. Im Anschluss daran wird geprüft, ob eine Fortführung der Beschränkungen für Deutschland Sinn ergibt. (Erschienen: 7/2006)
  • Kurzdossier 3: Die deutsche “Green Card”
    Von Holger Kolb

    Die deutsche “Green Card” wurde im August 2000 mit dem Ziel eingeführt, ausländische Experten auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien (IT) auf eine „unbürokratische“ Weise ins Land zu holen. Auch nach dem Auslaufen der Green Card Ende 2004 ist der Erfolg der Initiative umstritten. Kritiker sehen insbesondere die geringe Inanspruchnahme der Green Card durch die Großkonzerne als Indiz für den Misserfolg der Initiative. Dieses Kurzdossier weist jedoch bei der Beurteilung über den Erfolg oder Misserfolg der deutschen Green Card darauf hin, dass sowohl ihre Rolle im Rahmen der deutschen Zuwanderungsdebatte als auch ihr maßgeblicher Einfluss auf den Wettbewerb in der IT-Branche berücksichtigt werden sollten. (Erschienen: 11/2005)
  • Kurzdossier 2: Braucht Deutschland die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland?
    Von Christina Boswell und Thomas Straubhaar

    Dieses Kurzdossier geht der Frage nach, ob Deutschland trotz der hohen Arbeitslosigkeit die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland benötigt. Hintergrund der Frage ist, dass Experten und Arbeitgeber sich besorgt über gegenwärtige und zukünftige Engpässe auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere in Bezug auf qualifizierte Arbeitskräfte, zeigen. Im Kurzdossier wird daher untersucht, was Engpässe auf dem Arbeitsmarkt verursacht und wie akut der Mangel an Arbeitskräften auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist. In seinen Schlussfolgerungen spricht es darüber hinaus Lösungen zur Behebung von Engpässen an, welche ebenfalls die Möglichkeit der Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland miteinschließen. (Erschienen: 4/2005)
  • Kurzdossier 1: Das niederländische Integrationsmodell als Vorbild und die Debatte über sein “Scheitern”
    Von Ines Michalowski

    Die Ermordung des bekannten Regisseurs Theo van Gogh in den Niederlanden im November 2004 hat europaweit heftige Debatten über das „Scheitern“ des multikulturellen Integrationsmodells in den Niederlanden ausgelöst. Lange Jahre galt das niederländische Modell über die Integration von Zuwanderern als Vorbild. Das Kurzdossier untersucht, worin der spezifisch niederländische Ansatz bestand, warum er als Vorbild diente und welche Ereignisse dazu führten, dass dieses Konzept in Frage gestellt wurde. Abschließend werden aktuelle Entwicklungen im Rahmen der Integrationspolitik in den Niederlanden sowie in Deutschland dargestellt. (Erschienen: 4/2005)

Im Erscheinen

Folgende Themen erscheinen demnächst in dieser Reihe: Integrationsmonitoring.

Migration Research Group
Netzwerk Migration in Europa e.V.
bpb - Bundeszentrale für politische Bildung