
Länderprofile
Ein Länderprofil enthält Informationen über Zuwanderung, Flucht und Asyl sowie Integration in einem bestimmten Land. Diese Informationen bestehen aus:
- Daten und Statistiken
- Geschichtlichen Entwicklungen
- Rechtlichen und politischen Maßnahmen
- Aktuellen Debatten in den Ländern.
Des Weiteren bieten die umfangreichen Quellenangaben und Internet-Verweise am Ende jedes Länderprofils die Möglichkeit, sich intensiver mit dem jeweiligen Land zu beschäftigen. Die Länderprofile erscheinen bis zu 6-mal jährlich und werden in regelmäßigen Abständen aktualisiert.
Bisher erschienen
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Länderprofil 20: Russische Föderation
von Dr. Maria Nozhenko
Die internationale Migration in Russland ist einerseits geprägt von Zuwanderungsströmen aus Ländern der früheren Sowjetunion und andererseits von Abwanderungsbewegungen in wirtschaftlich höher entwickelte Länder.
Im Länderprofil Russland stellt Dr. Maria Nozhenko die Geschichte der russischen Migrationspolitik im Überblick dar und verweist auf russische Besonderheiten, wie z.B. die Rücksiedlung ethnischer Russen, die im wirtschaftlichen Übergang entstehenden „Geisterstädte“ oder die fehlende Integrationspolitik trotz signifikanter Einwanderung (Stand Juli 2010). -
Länderprofil 19: Irland
von Emma Quinn
Irland zeichnete sich lange durch eine schrumpfende Bevölkerung und hohe Auswanderungsquoten aus, doch in den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Situation drastisch gewandelt: Starkes wirtschaftliches Wachstum brachte deutlich mehr Einwanderer ins Land. Anfangs bestanden die Zuwanderungsströme hauptsächlich aus irischen Rückkehrern, doch ab 2000 kam erstmals auch eine nennenswerte Anzahl von europäischen und außereuropäischen Zuwanderern ins Land – hauptsächlich, um Arbeit zu suchen, aber auch, um Asyl zu beantragen.
Emma Quinn geht auf die historische Entwicklung Irlands als Aus- und Einwanderungsland ein und gibt einen Überblick über die verschiedenen Aspekte der aktuellen Migrationspolitik (Stand 01/2010). -
Länderprofil 18: Schweden
Von Bernd Parusel
Schweden nimmt im europäischen Vergleich viele Flüchtlinge auf, bemüht sich aktiv um neue Arbeitsmigranten und hat seinen Arbeitsmarkt als einziges EU-Land sofort für Staatsangehörige der EU-Beitrittsländer 2004 und 2007 geöffnet. Dies wird von einer Mehrheit der Bevölkerung gutgeheißen oder wenigstens toleriert. Im Länderprofil Schweden stellt Bernd Parusel die schwedische Aufnahme- und Integrationspolitik im Überblick dar und weist auf aktuelle Politikentwicklungen hin, deren Umsetzung und Folgen in ganz Europa auf Interesse stoßen werden (Stand 09/2009). -
Länderprofil 17: Europäische Union
Von Sandra Lavenex
Die Zusammenarbeit in Einwanderungs- und Asylfragen ist eines der jüngsten Felder der europäischen Integration. Seit ihrem Beginn Ende der 1980er Jahre hat diese Zusammenarbeit jedoch eine rasante Ausweitung erfahren. Heute gehört sie zweifellos zu einem der Kernbereiche des europäischen Integrationsprojekts. Dennoch bleiben die Souveränitätsansprüche der Mitgliedsstaaten allgegenwärtig, nicht zuletzt wegen der innenpolitischen Sensibilität einwanderungspolitischer Fragen und ihrer Relevanz für die staatliche Souveränität und nationale Identität. Die deutliche Ausweitung europäischer Kompetenzen hat deshalb bisher nur vereinzelt zu gemeinsamen Politiken geführt, sie ist nach wie vor von intergouvernementalen Prozessen geprägt, und die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Bereiche, in denen die Mitgliedsstaaten gemeinsame Interessen verfolgen. Diese betreffen vor allem die Verbesserung der staatlichen Kontrolle über Migration, die grenzpolizeiliche Zusammenarbeit und den Kampf gegen irreguläre Einwanderung und Asylmissbrauch. (Stand: 3/2009) -
Länderprofil 16: Marokko
Von Hein de Haas
Seit den 1960er Jahren hat sich Marokko zu einem der wichtigsten Herkunftsländer von Einwanderern in Europa entwickelt. Verschärfte Zuwanderungsbeschränkungen konnten diese Entwicklung kaum aufhalten und haben eher dazu beigetragen, dass Migranten die Grenzen zunehmend irregulär überqueren und auch Ziele jenseits der traditionellen Zielländer, Frankreich und die Benelux-Staaten, ansteuern. Die in Europa anhaltende Nachfrage nach Arbeitskräften aus dem Ausland, im Zusammenspiel mit demografischen Faktoren und den durch verbesserte Bildung und intensive Mediennutzung wachsenden Sehnsüchte deutet daraufhin, dass die Bereitschaft, offiziell verschlossene Grenzen zu überqueren, in naher Zukunft unvermindert hoch bleiben wird. Auf lange Sicht könnte die Auswanderung jedoch nachlassen, und Marokko sich in verstärktem Maße zu einem Ziel für Migranten aus Subsahara-Afrika entwickeln; dieser Übergangsprozess könnte bereits eingesetzt haben. (Stand: 02/2009) -
Länderprofil 15: Brasilien
Von Sabina Stelzig
Brasilien, das in Bezug auf Fläche und Bevölkerung fünftgrößte Land der Erde, ist in Europa vor allem als attraktives Reiseland und ehemaliges Einwanderungsland bekannt. Von der ersten portugiesischen Besiedlung im 16. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg wanderten über vier Millionen Menschen ein, überwiegend Europäer. In den 1980er Jahren haben sich die Verhältnisse umgekehrt. Schätzungsweise drei Millionen Brasilianer haben bis heute ihr Land verlassen, zunächst mit dem Hauptziel USA, zunehmend aber auch in Richtung Europa und Japan.
Doch aufgrund der im letzten Jahrzehnt stabilisierten wirtschaftlichen Situation ist Brasilien nunmehr ein lohnenswertes Migrationsziel für Arbeitsmigranten und Flüchtlinge geworden. Diese Zuwanderung verläuft zu großen Teilen irregulär. Die extreme sozialstrukturelle Spaltung Brasiliens hat sich seit Mitte der 1990er Jahre zunächst verlangsamt, dann aber beschleunigt fortgesetzt. Viele gut ausgebildete junge Brasilianer sehen daher in naher Zukunft keine beruflichen Chancen in ihrer Heimat und verlassen das Land in Richtung USA, Japan und Europa. (Stand: 11/2008) -
Länderprofil 14: Mexiko
Von David Fitzgerald
Mexiko ist sowohl von Zuwanderung und Transmigration – vor allem von Mittelamerika ausgehend in die USA – betroffen, als auch von Abwanderung, zumeist in die USA. Während des vergangenen Jahrhunderts war die Abwanderung am stärksten, dennoch haben alle drei Migrationsformen Spuren hinterlassen.
Eines der ungewöhnlichsten Merkmale der mexikanischen Migration ist die Konzentration von 98 % der Auswanderer an einem Zielort – den USA. Rund 11 Millionen Mexikaner – etwa 11 % der mexikanischen Bevölkerung – lebten 2005 in den USA. Und jedes Jahr werden es schätzungsweise 400.000 mehr. (Stand: 08/2008)
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Länderprofil 13: Israel
Von Jan Schneider
Im Hinblick auf das Thema Migration ist Israel in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich; der Staat ist geradezu „auf Zuwanderung gebaut“. Masseneinwanderung kennzeichnete verschiedene Perioden des 20. Jahrhunderts, besonders die Jahre unmittelbar vor und nach der Staatsgründung 1948. Der daraufhin ausbrechende Krieg mit den benachbarten arabischen Staaten (Unabhängigkeitskrieg) führte andererseits zu einer Welle von palästinensischen Flüchtlingen und Vertriebenen. Die Gesamtbevölkerung Israels hat sich über die letzten 60 Jahre mehrmals verdoppelt, vor allem durch Zuwanderung. Heute hat das Land etwa 6,4 Mio. Einwohner. Seit 1948 wurden über drei Millionen Immigranten registriert, in den 1990er Jahren war Israel sogar das Land mit der im Verhältnis zu seiner Bevölkerung höchsten Einwanderungsquote weltweit. Durch die beträchtliche jüdische Immigration spielen Fragen der Eingliederung und des Zusammenlebens von Einheimischen und Neu-Zuwanderern in Israel eine wichtige Rolle. In jüngerer Zeit entwickeln sich neue migrations- und integrationspolitische Herausforderungen wie Arbeitsmigration, Flucht und illegaler Aufenthalt, mit denen bisher typischerweise westliche Einwanderungsländer konfrontiert waren. (Stand: 6/2008) -
Länderprofil 12: Vereinigtes Königreich
Von Randall Hansen
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, als Folge der großen Zahl von Zuwanderern, die aus den ehemaligen Kolonien kamen, entwickelte sich das Vereinigte Königreich zu einem Einwanderungsland. Diverse Ereignisse seit Mitte der 1990er Jahre haben nicht nur die Zuversicht unterlaufen, dass das Vereinigte Königreich in der Lage ist, „sichtbare Minderheiten“ zu integrieren, sondern auch das Vertrauen in die Wirkungskraft der multikulturellen Politik geschwächt, dies zu erreichen. Derzeit strömen mehr Zuwanderer als jemals zuvor in der Geschichte des Vereinigten Königreichs ins Land. Diese Neuankömmlinge erreichen Großbritannien und Nordirland zu einem Zeitpunkt, zu dem es noch nicht gelungen ist, sämtliche Herausforderungen vorheriger Zuwanderungshochphasen seit Ende des Zweiten Weltkrieges vollständig zu meistern. (Stand: 12/2007) -
Länderprofil 11: Niederlande
Von Evelyn Ersanili
Da die Niederländer und Niederländerinnen viel Wert auf Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Religionen legen, waren sie lange Zeit sehr stolz darauf, dass Einwanderer in großer Zahl in ihr Land kamen. So wurden etwa Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus ehemaligen Kolonien und/oder zum Arbeiten in die Niederlande einwanderten, dazu ermutigt, ihre eigenen Kulturen weiterzuleben, selbst als klar wurde, dass sie dauerhaft in den Niederlanden bleiben würden. Allerdings wurden seit 1998 verschiedene neue Zuwanderungs- und Integrationsgesetze eingeführt. Jedes Einzelne von ihnen stellte eine Verschärfung der zu dem Zeitpunkt bestehenden Gesetzeslage dar. Während frühere Integrationspolitik zum Ziel hatte, kulturelle Vielfalt zu erhalten, wird sie heutzutage von vielen Menschen zunehmend als ein Hindernis der Integration in die niederländische Gesellschaft wahrgenommen. (Stand: 11/2007) -
Länderprofil 10: Senegal
Von Felix Gerdes
In Europa besteht weit verbreitet ein Bild Afrikas als Krisenkontinent, dessen Bevölkerung massenweise einen Weg nach Europa sucht. Dagegen illustriert das Beispiel Senegal afrikanische Migration als ein deutlich vielschichtigeres Phänomen. So ist Migration im Senegal – wie auch afrikanische Migration allgemein – primär innerafrikanische Migration gewesen. Historisch war der Senegal nicht Herkunftsland, sondern Ziel von Migranten. Es deutet sich allerdings an, dass sich sowohl in Bezug auf die Migrationsrichtung als auch auf Zielregionen senegalesischer Migranten seit den 1990er Jahren ein Umschwung vollzogen hat. Infolgedessen steht der Senegal vor einer Reihe von Herausforderungen. (Stand: 11/2007) -
Länderprofil 9: Rumänien
Von István Horváth
Während der vergangenen einhundert Jahre war Rumänien vor allem Auswanderungsland, mit einer recht beeindruckenden Bilanz hinsichtlich der Zahl der betroffenen Personen, der Auswirkungen sowie der unterschiedlichen Migrationspraktiken. Politische Gewalt und Benachteiligung durch ein ineffektives und autoritäres Regime waren während der kommunistischen Ära – und unmittelbar nach ihrem Untergang – Auslöser für Flucht und Auswanderung großer Teile der rumänischen Bevölkerung. Die langsame und für die Gesellschaft belastende Umwandlung der zentral gesteuerten Planwirtschaft in eine effektiv funktionierende Marktwirtschaft während der letzten eineinhalb Jahrzehnte gab zahlreichen Rumänen neuerlichen Anlass, Beschäftigung im Ausland zu suchen. Zusammen mit der Alterung der Gesellschaft wird die Auswanderung Rumänien möglicherweise dazu zwingen, Arbeitskräfte aus dem Ausland anzuwerben. In diesem Fall wird das Land erheblichen Herausforderungen gegenüberstehen, angefangen damit, dass der Abwanderungsprozess von Arbeitskräften gestoppt und umgekehrt werden muss, bis hin zur Entwicklung von Maßnahmen, um die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Zuwanderern bewältigen zu können – ein Gebiet, auf dem das Land bislang wenig Erfahrung hat. (Stand: 9/2007) -
Länderprofil 8: Kanada
Von Jennifer Elrick
Im Verhältnis zu seiner Bevölkerung hat Kanada seit den 1980er Jahren mehr Einwanderern und Flüchtlingen dauerhaften Aufenthalt gewährt als jedes andere Land. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts hat sich die Einwanderungspolitik des Landes von einem „Aussperrmechanismus für Nicht-Europäer“ zu einem Auswahlinstrument gewandelt, mit dem wirtschaftliche, demografische, soziale und humanitäre Ziele verfolgt werden können. Über alle Parteien hinweg und in der Öffentlichkeit haben behutsame Grundsatzentscheidungen einen vergleichsweise hohen Grad an Akzeptanz für Masseneinwanderung und der damit einhergehenden ethnischen Vielfalt geschaffen. (Stand: 3/2007) -
Länderprofil 7: Litauen
Von Benjamin Brake
Litauen, das größte der drei baltischen Länder, liegt an der östlichen Grenze der EU, in die es 2004 aufgenommen wurde. Seit Erlangung der Unabhängigkeit 1990 ist Litauen sehr stark von Auswanderung betroffen. Zudem versucht das Land seit dem EU-Beitritt, die Schwierigkeiten, die aus seiner Rolle als Ziel-, Ausgangs- und vor allem Transitland legaler und irregulärer internationaler Migration entstehen, zu bewältigen. (Stand: 1/2007) -
Länderprofil 6: Spanien
Von Axel Kreienbrink
Innerhalb von wenigen Jahrzehnten ist Spanien von einem traditionellen Auswanderungsland zu einem der wichtigsten Einwanderungsländer in Europa geworden. Seit Mitte der 1980er Jahre ist die ausländische Bevölkerung um das Neunzehnfache auf 4,52 Millionen gestiegen. Die Gesetzgebung musste an diese sich ständig verändernde Situation mehrfach angepasst werden. Dabei standen von Anfang an die Kontrolle der Migrationsströme und die Bekämpfung von irregulärer Migration, die ein zentrales Problem darstellt, im Mittelpunkt. Fragen der sozialen Integration der Einwanderer begannen erst spät eine Rolle zu spielen, gewinnen jedoch zunehmend an Gewicht. Während Einwanderung in der öffentlichen Debatte mittlerweile ein zentrales politisches und soziales Thema geworden ist, kommt die Diskussion darüber, was dies für Spanien und sein Selbstverständnis in der Zukunft bedeutet, erst allmählich in Gang. (Stand: 8/2008) -
Länderprofil 5: Türkei
Von Ahmet İçduygu und Deniz Sert
Die Türkei ist im 20. Jahrhundert weitestgehend als Auswanderungsland wahrgenommen worden, abgesehen vom Zustrom türkisch-muslimischer Bevölkerungsgruppen aus Teilen des ehemaligen Osmanischen Reiches, die durch die 1923 neu festgelegten Grenzen ausgeschlossen worden waren. Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts hat sich jedoch ein maßgeblicher Wandel hinsichtlich der Rolle der Türkei als Migrationsland abgezeichnet, in dem das Land sich zunehmend zu einem Transit- und Einwanderungsland entwickelte. Aus der Wandlung der Türkei von einem vornehmlichen Entsendeland zu einem Aufnahmeland sowie aus dem Bemühen um die Mitgliedschaft in der Europäischen Union erwächst Druck auf den Staat, die Zuwanderungsregelungen zu reformieren – eine große Herausforderung, der sich die Türkei in naher Zukunft stellen muss. (Stand: 4/2009) -
Länderprofil 4: USA
Von Nicholas Parrott
Die USA gelten im Allgemeinen als das Einwanderungsland schlechthin. Seit über zweihundert Jahren kommen Einwanderer ins Land. Heute ist die Einwanderung durch große Vielfalt gekennzeichnet: Die USA ziehen jährlich zahlreiche Personen mit unterschiedlichen sozialen und ethnischen Wurzeln und verschiedenem Bildungshintergrund an.
Gegenwärtig steht Einwanderung sowohl für eines der grundlegenden Merkmale im Selbstverständnis der Vereinigten Staaten als auch für eine politische Kontroverse. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 spielt die Sicherheit des Landes eine immer wichtigere Rolle, ebenso die Debatte über irreguläre Einwanderung. (Stand: 8/2007) -
Länderprofil 3: Polen
Von Stefan Alscher
Polen gilt hauptsächlich als Auswanderungsland. Aufgrund seiner geographischen Lage zwischen Ost- und Westeuropa fungiert es häufig als Transitland für Migranten. Daneben entwickelt es sich als Zielland – vor allem für Migranten aus seinen östlichen Nachbarländern (Ukraine, Weißrussland, Russland) und anderen Teilen der früheren Sowjetunion. (Stand: 1/2008) -
Länderprofil 2: Frankreich
Von Marcus Engler
Die Einwanderungssituation in Frankreich ist bis heute stark geprägt von der Kolonialgeschichte früherer Jahrhunderte sowie einer langen Tradition der Anwerbung ausländischer Arbeitnehmer. Galt die Einwanderung zumindest aus wirtschaftlicher Perspektive lange Zeit als Erfolgsgeschichte, so wird sie in den letzten drei Jahrzehnten zunehmend als Ursache sozialer Probleme wahrgenommen. Vor diesem Hintergrund hat die Einwanderungspolitik in den letzten Jahren einen zunehmend restriktiven Kurs angenommen. Die verstärkte Steuerung der Zuwanderung sowie Integration der Zweiten und Dritten Generation stellen somit die wichtigsten Herausforderungen für die nähere Zukunft der französischen Migrationspolitik dar. (Stand: 3/2007) -
Länderprofil 1: Deutschland
Von Veysel Özcan
Im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Deutschland vor allem ein Auswanderungsland, doch seit Mitte der 1950er Jahre ist es eines der wichtigsten europäischen Zielländer von Migranten. Dabei lassen sich verschiedene Formen der Zuwanderung unterscheiden, wie etwa die Anwerbung von Gastarbeitern, der Zuzug von Aussiedlern sowie die Aufnahme von Asylbewerbern. Seit Beginn der 1990er Jahre ist Einwanderung und Integration ein wichtiges bzw. kontrovers diskutiertes innenpolitisches Thema. (Stand: 5/2007)
Im Erscheinen
Folgende Länder erscheinen demnächst in dieser Reihe: Russland und Australien.




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